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Antrieb im Wandel – E-Mobility – Beitrag 1

Beitrag 1:
Ordnungspolitische Rahmenbedingungen oder „…in China sind die Startbedingungen gleicher…“

Das Image der deutschen Automobilindustrie ist insbesondere in Bezug auf Sicherheitsstandards, Innovationsstärke und der daraus abgeleiteten Werthaltigkeit der Fahrzeuge hervorragend. Demzufolge könnten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer, die wesentlich vom nationalen und internationalen Erfolg der deutschen PKW Hersteller abhängen, eigentlich ruhig schlafen.

Wären da nicht die für die Elektromobilität massiv ungleichen Ausgangsbedingungen sowie Verwerfungen bei den ordnungspolitischen Rahmenbedingungen in China, USA und Europa, den 3 Hauptmärkten der Automobilindustrie.

Zitate aus dem Handelsblatt vom 07.11.2018 unter der Überschrift:
Die Dominanz der deutschen Autobauer schwindet
„…nach VW und Daimler brechen auch bei BMW die Gewinne kräftig ein. Die Übermacht der Deutschen bröckelt, die Konkurrenz holt auf…“
„…die enorme Stärke der Deutschen, ihre Dominanz bei Verbrennungsmotoren, ist im sich anbahnenden Elektrozeitalter immer weniger wert…“
„…das ist eine Zeitenwende…“
„…für die europäischen Premiumhersteller wird es eng, wenn es ihnen nicht gelänge, zügig Fahrt bei ihrer Stromoffensive aufzunehmen…“
„…es sieht ganz so aus, als hätte Elon Musk es geschafft, die Autowelt zu ändern…“
„…der Ausblick für die deutschen Autobauer verdüstert sich in dieser neuen Welt zusehends…“

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VDMA passt Prognose für deutsche Maschinenbauproduktion an

Der VDMA hat Ende Juli seine Prognose für die deutsche Maschinenbauproduktion 2014 von plus drei auf plus ein Prozent real geändert. Mit einem Produktionswert von geschätzt 199 Mrd. Euro steuert die Branche damit trotzdem auf einen neuen Rekord.

Die deutsche Maschinenbauproduktion kommt rückblickend nur schwer in Gang. Der Zuwachs des ersten Quartals von rund drei Prozent dürfte im zweiten Quartal durch einen Rückgang in der gleichen Größenordnung aufgezehrt worden sein. Für das erste Halbjahr läuft das in toto auf eine Stagnation hinaus. 

Der Bestelleingang der letzten Monate lässt keine hohe Produktionsdynamik erwarten.

Für den Auftragseingang steht in der ersten Jahreshälfte ebenfalls eine Null. Einem Zuwachs der Inlandsorders von drei Prozent steht ein Rückgang der Bestellungen aus dem Ausland von einem Prozent gegenüber. Das zweite Quartal fiel dabei leicht besser aus. Während die Inlandsbestellungen weitgehend stabil um jeweils drei Prozent zulegten, vollzogen die Auslandsorders einen Vorzeichenwechsel von minus vier Prozent nach plus ein Prozent Eindeutig positiv ist die Entwicklung im Euro-Raum. Den Bestellungen aus dem Nicht-Euro-Raum halfen Großaufträge auf die Sprünge. 

Die Geschäftsrisiken haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen.

Grundsätzlich bestätigt sich damit zwar das Bild einer moderaten Belebung der Nachfrage in Deutschland und im Euro-Raum. Doch die Orders aus dem Nicht-Euro-Raum kommen nur äußerst zögerlich in Gang. Ursächlich hierfür ist neben der wechselkursbedingten Verteuerung deutscher Maschinenbauerzeugnisse die nach wie vor unbefriedigende wirtschaftliche Performance in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern. Besonders hervorzuheben ist die Ukraine-Krise. So ging der Export deutscher Maschinen und Anlagen nach Russland, dem viertgrößten Handelspartner unserer Industrie, im ersten Halbjahr 2014 nominal um 19,4 Prozent zurück. Doch der Konflikt mit Russland hinterlässt nicht nur im bilateralen Handel mit Russland Spuren. Er behindert generell die Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten. Die Stimmung der Wirtschaft hat sich in vielen Ländern eingetrübt. 

Unser Konjunkturbild verschiebt sich 2014 auf der Zeitachse nach hinten.

Die weltweit zyklisch überfällige Erholung kann sich wegen der geopolitischen Risiken bisher offenbar nicht flächendeckend entfalten. Folgerichtig kann der Bestelleingang nicht ausreichend Fahrt aufnehmen, wie nötig wäre, um für die deutsche Maschinenproduktion im laufenden Jahr ein Wachstumsplus in der Größenordnung von drei Prozent zu realisieren.
VDMAKontakt:
Dr. Ralph Wiechers
VDMA Volkswirtschaft und Statistik
Telefon 069 6603 1371
Ralph.wiechers@vdma.org