Kehraus im Land der Verbrenner – Oder: „Kurz vor 12“

…so titelt die WirtschaftsWoche am 31. Mai 2019

In unserer Fachbeitragsreihe „Antrieb im Wandel – E-Mobility“ haben wir uns zwischen Oktober 2018 und März 2019 mit dem Status Quo dieses Transformationsprozess in sieben Fachbeiträgen auseinandergesetzt. Spätestens seit vergangenem Jahr verläuft der Veränderungsprozess in der Automobil-,  deren Zulieferindustrie und dem Automotive nahen Maschinenbau zunehmend disruptiv.

Im abschließenden Beitrag #7 war es unser Ziel, konkrete Handlungsalternativen für die betroffenen Zulieferer und Maschinenbauer aufzuzeigen. Mit „Veränderungsbereiten“ stehen wir im Kontakt.

Der aktuelle Artikel in der WirtschaftsWoche skizziert nun die möglichen Folgen des bevorstehenden, respektive bereits in vollem Gange befindlichen Transformationsprozess sehr drastisch. Insbesondere für die ca. 350 meist mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg.

Kernaussagen und erkennbare Indikatoren einer bevorstehenden Krise:

Anleger verlieren Vertrauen:

Die Börsenwerte der Autozulieferer mit Fokus überwiegend auf Verbrennertechnologie haben in 2018 deutlich mehr an Wert verloren als Anbieter von elektrischer Antriebstechnik.

Szenarien bei Familienunternehmen:

In Gesprächen mit Beratern denken Familienunternehmer laut darüber nach, ob ihre Kinder im eigenen Zulieferbetrieb noch eine Zukunft haben.

Banken und Investoren winken ab:

Unternehmen, die überwiegend im herkömmlichen ICE Antriebsstrang tätig sind, werden von Banken und Kreditgebern zunehmend kritisch gesehen.

Insolvenzverwalter zieht es in den Raum Stuttgart:

Seit 2018 haben sich 14 neue Insolvenzverwalter beim Amtsgericht für die Übernahme von Insolvenzfällen listen lassen.

Ex. Chefs der IG Metall Baden-Württemberg sowie der Wirtschaftsförderung Stuttgart äußern sich skeptisch:

Jörg Hoffmann, der 10 Jahre lang den baden-württembergischen Metallern vorstand befürchtet:
„…da besteht die Gefahr, dass eine ganze Industrie Struktur wegbricht…“ und warnt „…vor einem Verlust von bis zu 46 Prozent der Arbeitsplätze bei Unternehmen die auf den klassischen  Antriebsstrang (Verbrennungsmotor, Getriebe, Abgas) spezialisiert sind…“.

Walter Rogg, Chef der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart meint: „…die Autobauer und Zulieferer der Region hätten sich in den vergangenen Jahren eingeredet, der Umbruch werde schon nicht so schlimm kommen…“ und ergänzt, dass doch endlich „…allen klar ist, dass ein gewaltiger Umbruch bevorsteht…“.


„Konzentriere nicht all deine ganze Kraft auf das Bekämpfen des Alten,
sondern darauf, das Neue zu formen.“

Sokrates


Ein Newsletter der 2H.IM Executive Interim Management GmbH, den strategischen und operativen Umsetzungsexperten von Transformationen, Neuausrichtungen, Reorganisationen oder Restrukturierungen im Maschinen- und Anlagenbau sowie Automotive.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Eckhard Hörner-Marass
&
Karin Sieber-Huber

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