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Antrieb im Wandel – Beitrag 2

Beitrag 2:
Aktuelle Marktentwicklungen (USA, EU, China)

Der heutige Beitrag verschafft einen Überblick über:

  1. Die erwartete Marktentwicklung der E-Mobility (PKW) bis 2030
  2. Die ganz aktuellen Kennzahlen der in Verkehr gebrachten Elektrofahrzeuge (PKW)

Zitat aus dem Handelsblatt vom 30.11.2018 unter der Überschrift:

China, vom Gewinnbringer zum Klumpenrisiko

„…Probleme in ihrem wichtigsten Absatzmarkt können VW, Daimler und BMW in der aktuellen Situation überhaupt nicht gebrauchen. Schließlich müssen sie Milliardenbeträge aufbringen, um den Wandel weg vom Verbrenner hin zu Elektromobilität meistern zu können. Der Umbau ist alternativlos – gerade in China. Die Staatsregierung verlangt von den Herstellern, dass sie im kommenden Jahr verpflichtende Quoten für Elektroautos erfüllen. Demnach sollten zunächst zehn Prozent der Fahrzeuge, die in den Verkauf gehen, elektrisch angetrieben werden“.

1. Die erwartete Marktentwicklung für EV (PKW) weltweit

Neben der speziell auf die Belange des deutschen Maschinen- und Anlagenbau abgestimmten Studie „Antrieb im Wandel“, die vom VDMA bei der Beratungsgesellschaft FEM in Auftrag gegeben wurde, und seit April 2018 verfügbar ist, sind in den vergangenen Monaten von allen führenden Beratungsunternehmen (z.B. Deloitte, Oliver Wyman, EY, McKinsey, PwC, Roland Berger, SMP, BearingPoint, etc.) im Rahmen von Marktstudien unterschiedliche Modelle zur möglichen zukünftigen Entwicklung der E-Mobilität erstellt worden. Insbesondere wurde der erforderliche Transformationsbedarf in der Automobil- und deren Zulieferindustrie intensiv beleuchtet.

Die Kernaussagen unterscheiden sich dabei nur gering und kommen im Wesentlichen zu folgendem Schluss:


 

Fazit:
Aktuell kommen jährlich weltweit ca. 92 Mio. Neuwagen in den Markt.
Davon sind in 2018 unter 2% PKW mit Elektroantrieb (rein Batterie betrieben (BEV) und Hybridfahrzeuge (HEV) als Voll-, Mild-, oder Plug-in Hybrid (PHEV)).
Bei einem Maximalszenario (im Bild oben Szenario 4) würde die Anzahl der Elektrofahrzeuge (BEV + Hybrid) in 2030 auf ca. 62 Millionen Einheiten steigen, was bei einem nur gering ansteigenden Gesamtmarktvolumen auf ca. 100 Millionen Fahrzeuge pro Jahr einem EV Anteil (BEV + Hybrid) von ca. 60 % entspricht.

2. Absatzentwicklung BEV (reines Batteriefahrzeug), PHEV (Plug-in Hybrid), HEV (Vollhybrid) (Quelle = EVvolumes.com)

Da die nachfolgenden aktuellen (bis 1. Halbjahr 2018) grafischen Darstellungen selbsterklärend sind, wird auf weitere Ausführungen verzichtet. Diese können bei Interesse und direkter Kontaktaufnahme gerne bilateral erfolgen.

2.1 Welt


2.2 China


2.3 USA

2.4 Europa

Zwischenfazit zu den Prognosemodellen 2030 und den aktuellen Marktentwicklungen:

Wer den richtigen Zeitpunkt der Transformation verpasst, den bestraft der Markt!

Die Entwicklungskurven der Fahrzeugpopulation, die angekündigten Modelloffensiven sowie die bestätigten Investitionsbudgets der OEM, die bereits getätigten Investitionen der 5 großen Batterie Hersteller in Milliardenhöhe in Produktionskapazitäten weltweit, und insbesondere der gesellschaftliche Druck in Sachen Klimaschutz und Luftreinhaltung in den Ballungsgebieten lässt die Marktentwicklungskurve zunehmend einen exponentiellen (disruptiven) Verlauf nehmen (siehe nachfolgendes Bild).

 

Vorschau – Beitrag 3:
In rund 2 Wochen erscheint der Beitrag: „Dieselkrise und deren Auswirkungen auf die E-Mobility“

Freue mich auf einen konstruktiv kritischen Austausch, mit praktikablen, ganz pragmatischen Handlungsansätzen als Ergebnis. Die individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten sein müssen.

Eckhard Hörner-Marass

Antrieb im Wandel – E-Mobility – Beitrag 1

Beitrag 1:
Ordnungspolitische Rahmenbedingungen oder „…in China sind die Startbedingungen gleicher…“

Das Image der deutschen Automobilindustrie ist insbesondere in Bezug auf Sicherheitsstandards, Innovationsstärke und der daraus abgeleiteten Werthaltigkeit der Fahrzeuge hervorragend. Demzufolge könnten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer, die wesentlich vom nationalen und internationalen Erfolg der deutschen PKW Hersteller abhängen, eigentlich ruhig schlafen.

Wären da nicht die für die Elektromobilität massiv ungleichen Ausgangsbedingungen sowie Verwerfungen bei den ordnungspolitischen Rahmenbedingungen in China, USA und Europa, den 3 Hauptmärkten der Automobilindustrie.

Zitate aus dem Handelsblatt vom 07.11.2018 unter der Überschrift:
Die Dominanz der deutschen Autobauer schwindet
„…nach VW und Daimler brechen auch bei BMW die Gewinne kräftig ein. Die Übermacht der Deutschen bröckelt, die Konkurrenz holt auf…“
„…die enorme Stärke der Deutschen, ihre Dominanz bei Verbrennungsmotoren, ist im sich anbahnenden Elektrozeitalter immer weniger wert…“
„…das ist eine Zeitenwende…“
„…für die europäischen Premiumhersteller wird es eng, wenn es ihnen nicht gelänge, zügig Fahrt bei ihrer Stromoffensive aufzunehmen…“
„…es sieht ganz so aus, als hätte Elon Musk es geschafft, die Autowelt zu ändern…“
„…der Ausblick für die deutschen Autobauer verdüstert sich in dieser neuen Welt zusehends…“

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